17. Juni 2025
Die Romandie, von den Seekantonen Waadt und Genf bis zu den Landwirtschaftsgebieten Freiburgs, bietet eine spannende Auktionslandschaft, die sich in Tempo, Steuersätzen und Objektarten klar von der Deutschschweiz unterscheidet. Wer ihre Eigenheiten versteht, findet hier regelmässig Liegenschaften 10-20 % unter Marktpreis, trotz steigender Nachfrage in den grossen Agglomerationen.
2024 wurden laut Portal LocalAuction 612 Immobilienauktionen schweizweit gemeldet, davon entfielen rund 22 % auf die Romandie, mit Spitzenreitern Waadt (ca. 90 Auktionen) und Genf (ca. 40 Auktionen).
Segment | Ø Abschlag Waadt | Ø Abschlag Genf |
---|---|---|
Eigentumswohnungen | 10-14 % | 6-10 % |
Einfamilienhäuser | 15-20 % | 10-15 % |
Mehrfamilienhäuser | 18-25 % | 12-18 % |
Eigenerhebung aus Gantprotokollen 2023/24 (kantonale Amtsseiten).
Warum höhere Rabatte in der Waadt? Höhere Handänderungssteuer (3,3 %) und teils ländliche Lagen reduzieren die Bieterzahl, ein Vorteil für vorbereitete Investoren.
Prüfe Kataster, beauftrage Boden-Screening (≈ CHF 2 500) bei Verdacht.
Französische Gantunterlagen → nutze beglaubigte Übersetzung oder zweisprachige Experten, um Auslegungsfehler zu vermeiden.
In der Genferseeregion sind Handwerkerpreise 10-15 % über CH-Ø. Tipp: Pauschal-Werkverträge sichern, bevor du bietest.
2024 ersteigerte Investor Luca ein 1985er-EFH nahe Morges.
Hammerpreis: 780 000 CHF (−17 % vs. Markt)
Nebenkosten (3,3 %): 25 700 CHF
Sanierung: 140 000 CHF (Förderung 42 000 CHF)
Total: 903 700 CHF
Marktwert nach Reno: 1 050 000 CHF, Werthebel 16 %.
Wer die steuerlichen Unterschiede, die Sprachtücken und die regionale Baukostenstruktur kennt, kann in der Romandie echte Schnäppchen heben. Vorbereitung ist alles, dann wird aus jedem «Vente aux enchères» ein smartes Investment mit Alpenseeblick.