1. August 2025
Der Kanton Waadt verbindet wirtschaftliche Stärke, internationale Nachfrage und Lebensqualität am Genfersee – eine seltene Kombination, die Zwangsversteigerungen zu einem chancenreichen Einstiegsfenster macht. 2024 wurden in der Schweiz insgesamt 610 Zwangsversteigerungen registriert, das Gesamtvolumen stieg dabei auf rund 670 Mio. CHF. Für Waadt sind 77 Versteigerungen dokumentiert; pro 100’000 Einwohner liegt die Versteigerungsrate bei 9,3 und damit klar im oberen Mittelfeld. Zudem zeigt der Jahresverlauf eine ausgeprägte Saisonalität (Hochpunkte im Juni und Oktober, Ruhe im Juli/August) – wer antizyklisch bietet, kauft oft günstiger.
Wer den Takt des Marktes versteht, kauft am Genfersee, wenn andere am Seeufer sitzen.
Nach dem pandemiebedingt hohen Jahr 2021 (854 Versteigerungen Schweiz) konsolidierte der Markt 2022 (622), stieg 2023 leicht (644) und blieb 2024 stabil bei 610 Fällen – bei höherem Gesamtvolumen. Für Investoren zählt: weniger Termine heisst nicht weniger Chancen, sondern selektiv bessere.
Jahr | Anzahl Versteigerungen (VD) | Besonderheit |
---|---|---|
2022 | 85 | TI/VS/VD als Spitzenkantone; Sommerloch nutzbar |
2023 | 73 | Waadt führt bei Wohnhaus-Durchschnittswerten (~2,213 Mio. CHF) |
2024 | 77 | Höheres CH-Gesamtvolumen (~670 Mio. CHF); starke Peaks in Juni/Oktober |
Der See- und Pendlergürtel liefert Nachfrage, die selbst in einem selektiven Markt trägt. Besonders spannend sind:
In der Schweiz stellen Wohnhäuser und Eigentumswohnungen konstant den Löwenanteil der Versteigerungen: 2024 rund 75 %, 2023 ca. zwei Drittel. Für Waadt sind die Preisanker beachtlich: 2023 erzielten Wohnhäuser hier die höchsten Durchschnittswerte des Landes (~2,213 Mio. CHF), Eigentumswohnungen lagen bei ~952 Tsd. CHF. Gleichzeitig zeigt die Schweiz-weite Verteilung, dass etwa 60 % aller ETW-Verkehrswerte unter 600’000 CHF liegen – genau hier entstehen Einstiegsgelegenheiten.
Premium bleibt bezahlbar, wenn man den Takt beachtet: 2024 lag der durchschnittliche Verkehrswert von Villen Schweiz-weit bei ~3,92 Mio. CHF (Rückgang ggü. 2023 mit ~5,1 Mio. CHF). Solche Verschiebungen öffnen Nischen für kapitalkräftige Käufer – etwa ältere Objekte mit Modernisierungsbedarf in Seelage.
Die meisten Termine fallen regelmässig auf das 2. und 4. Quartal (Juni/Oktober Spitze); Juli/August bleibt traditionell ruhig. Für Investoren, die flexible Planung lieben, sind Sommertermine besonders interessant – weniger Konkurrenz, mehr Verhandlungsspielraum, oft tiefere Zuschläge. Das Muster war 2021, 2022, 2023 und 2024 klar sichtbar.
// Einfache Bietformel für Disziplin am Auktionstag
MaxGebot = Verkehrswert × Sicherheitsabschlag
− (Renovationsbudget + Transaktionsnebenkosten)
− Risikoaufschlag (z.B. 1–2 % für Unwägbarkeiten)
Schweiz-weit bestimmen Wohnhäuser und Eigentumswohnungen den Markt. 2024 entfielen rund 284,7 Mio. CHF Volumen auf Wohnhäuser und 210,7 Mio. CHF auf Eigentumswohnungen – das sind die Segmente, in denen die meisten Chancen entstehen. Der Sweet Spot liegt häufig bei gut gelegenen, leicht sanierungsbedürftigen ETW und EFH unterhalb der Luxuslinie.
Rund um den See: Lausanne, Vevey, Montreux, Nyon. Wer längerfristig denkt, prüft auch Morges und Yverdon-les-Bains.
Statistik spricht für Juli/August – saisonal schwächere Monate mit weniger Terminen und Bietern.
ETW/EFH unterhalb der Luxusklasse, sanierungsfähig und mit klarer Mikrolagen-Story (Arbeitsplätze, ÖV, Seebezug). Der Mix stellt 2024 rund 75 % der Zwangsversteigerungen – hier ist die Auswahl am grössten.
Waadt kombiniert Stabilität und Nachfrage – ideal, um in Zwangsversteigerungen strukturiert einzusteigen. Wer antizyklische Termine nutzt, Mikrolagen sauber bewertet und das Maximalgebot diszipliniert herleitet, erschliesst am Genfersee echte Preisvorteile. 2024 zeigt: Trotz etwas weniger Terminen bewegt sich mehr Volumen – ein Umfeld, in dem konsequente Prüfung und schnelles Handeln belohnt werden.